Neue Halle

Die Produkte der Firma lafortec aus Grünhain sind selten sichtbar. Denn die dort hergestellten Kurzrohre werden in Maschinen und Anlagen verbaut. Sichtbar hingegen sind die Investitionen.

Grünhain Überall dort, wo es wie geschmiert läuft, könnten Produkte der Firma lafortec aus Grünhain verbaut sein. lafortec ist ein Spezialist für die Fertigung von Kurzrohren. Ob Filterrohre, Sickenrohre, Präzisionsstahlrohre oder Rohrverkleidungen, die Grünhainer finden immer eine Lösung. Ihre Produkte sind jedoch optisch kaum sichtbar. Denn sie werden größtenteils verbaut. lafortec beliefert unter anderem die Filterindustrie, Baumaschinenhersteller, den Maschinenbau, Hersteller von Mess- und Hausgerätetechnik oder fertigt komplette Baugruppen. „Unsere Kernkompetenz liegt dabei in der Entwicklung und Fertigung von ganz individuellen Lösungen für die Kunden. Wir fertigen präzise und wirtschaftlich auch kleine und mittlere Stückzahlen“, so erklärt Torsten Rönsch, der Geschäftsführer des Unternehmens, das umfangreiche Sortiment. Denn das Unternehmen, das 1997 in Zwönitz gegründet wurde und seit 1999 im Grünhainer Gewerbegebiet ansässig ist, stellt heute etwa 11.500 unterschiedlichen Produkte her. Allerdings trägt die Firma den Namen lafortec erst seit 2008 und ist seit dem Umzug nach Grünhain stetig gewachsen.

Erst vor gut einem Jahr wurde ein Hallenneubau eingeweiht und der Maschinenpark weiter aufgestockt. „Wir haben in eine Laserschneidemaschine und eine Tafelreinigungsmaschine investiert“, so Rönsch. Allein dies sei eine Investitionssumme von rund 800.000 Euro gewesen. Auf dem Hallendach wurde eine Fotovoltaik-Anlage installiert. „Eine Anlage für 350 kW“, so Rönsch, der betont, dass sich der Strompreis mittlerweile verfünffacht habe. „Und da sind wir nicht mal ein energieintensives Unternehmen“, sagt er. Durch die Investitionen am Standort sei der Anarbeitungsgrad für die Produkte im Hause gestiegen, erklärt Rönsch. Ein nächster Hallenneubau ist bereits in Planung. „Sie wird rund 650 Quadratmeter groß und ermöglicht dann einen noch besseren Materialdurchfluss“, so Rönsch. Und sie passt noch aufs Firmengelände, wo derzeit im Zwei- wenn nicht gar Drei-Schichtsystem gearbeitet wird. Natürlich sucht auch lafortec Fachkräfte, vor allem CNC-Einrichter. Denn die Flexibilität bei der Fertigung kleinerer Stückzahlen sei mit Blick auf die Billigkonkurrenz aus China ein Trumpf, den die Erzgebirger im Ärmel haben und gern ausspielen.

 

Quelle: Freie Presse - Auer Zeitung, 27.06.2024 von Beate Kindt-Matuschek

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